Psychische Belastung bezeichnet nach DIN EN ISO 10075-1 "die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken".
Wichtig: Belastung ist neutral!
Der Begriff "Belastung" ist in der Arbeitspsychologie wertneutral:
- Keine negative Bewertung wie im Alltag
- Beschreibt objektive Einwirkungen
- Kann positive oder negative Folgen haben
Quellen psychischer Belastung
Arbeitsinhalt:
- Komplexität der Aufgaben
- Emotionale Anforderungen
- Verantwortung
- Zeitdruck
- Arbeitsunterbrechungen
- Arbeitszeit
- Führungsverhalten
- Kollegiale Unterstützung
- Konflikte
- Lärm
- Beleuchtung
- Raumklima
Von Belastung zur Beanspruchung
Dieselbe Belastung führt bei verschiedenen Personen zu unterschiedlicher Beanspruchung:
- Erfahrung und Kompetenz
- Körperliche und psychische Konstitution
- Aktuelle Verfassung
Zahlen & Fakten
Psychische Belastung ist kein Randthema: Nach dem DAK Psychreport 2025 entfielen 2024 rund 321 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherte auf psychische Erkrankungen – ein Anstieg von 55 % gegenüber 2014. Die SuGA NRW 2024 beziffert 147,3 Mio. AU-Tage durch psychische Störungen, das sind 16,7 % aller AU-Tage. Den jährlichen Bruttowertschöpfungsverlust durch Fehlzeiten schätzt die BAuA auf rund 88 Mrd. €.
Erfassung mit SafeMind
SafeMind erfasst alle relevanten Belastungsfaktoren nach GDA-Leitlinie und ermöglicht eine systematische Bewertung.