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Best Practices 11 min Lesezeit

Mitarbeiterbefragung auswerten: Von Daten zu Maßnahmen

GB Psych Ergebnisse richtig auswerten: Kennzahlen verstehen, kritische Bereiche identifizieren und wirksame Maßnahmen ableiten.

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Fachredaktion Arbeitsschutz

TL;DR – Das Wichtigste in Kürze

  • Die Auswertung ist der entscheidende Schritt zwischen Befragung und Maßnahmen
  • Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit Benchmarks, um kritische Bereiche zu identifizieren
  • Nicht nur Mittelwerte betrachten – auch Verteilungen und Extremwerte sind wichtig
  • Beteiligen Sie Mitarbeiter und Führungskräfte an der Interpretation der Ergebnisse
Team bei der Analyse von Befragungsergebnissen

Die Bedeutung der richtigen Auswertung

Die beste Befragung nützt nichts, wenn die Ergebnisse nicht richtig ausgewertet werden. Die Auswertung ist der kritische Übersetzungsschritt von Rohdaten zu konkreten Handlungsempfehlungen.

Typische Fehler vermeiden

  • Ergebnisse ohne Kontext interpretieren
  • Nur auf Durchschnittswerte schauen
  • Einzelne Extremwerte überbewerten
  • Keine Vergleichswerte heranziehen
  • Ergebnisse nicht mit Betroffenen besprechen

Wichtige Kennzahlen verstehen

Mittelwerte

Der Mittelwert zeigt das durchschnittliche Antwortverhalten:

  • Gut für einen ersten Überblick
  • Aber: Kann Extremwerte verdecken
  • Beispiel: Mittelwert 3,0 kann aus lauter 3en oder aus 1en und 5en bestehen

Standardabweichung / Streuung

Die Streuung zeigt, wie einheitlich die Antworten sind:

  • Geringe Streuung: Einheitliche Wahrnehmung im Team
  • Hohe Streuung: Unterschiedliche Erfahrungen – genauer hinschauen!

Verteilungen

Wie verteilen sich die Antworten auf die Skala?

  • Wie viel Prozent antworten kritisch (z.B. „stimme nicht zu")?
  • Gibt es Häufungen an den Extremen?
  • Ist die Verteilung symmetrisch oder schief?

Rücklaufquote

Die Beteiligungsquote beeinflusst die Aussagekraft:

  • Unter 50%: Ergebnisse mit Vorsicht interpretieren
  • 50-70%: Gute Aussagekraft
  • Über 70%: Sehr gute Repräsentativität

Benchmarking: Ergebnisse einordnen

Ihre Ergebnisse allein sagen noch nicht, ob sie gut oder schlecht sind. Vergleichswerte sind entscheidend:

Arten von Benchmarks

  • Externe Benchmarks: Vergleich mit anderen Unternehmen, Branchen, deutschlandweit
  • Interne Benchmarks: Vergleich zwischen Abteilungen, Standorten
  • Zeitliche Benchmarks: Vergleich mit früheren Befragungen

Interpretation

  • Besser als Benchmark: Stärke – aber nicht selbstzufrieden werden
  • Im Benchmark-Bereich: Durchschnittlich – Verbesserungspotenzial prüfen
  • Schlechter als Benchmark: Handlungsbedarf – Maßnahmen entwickeln

Kritische Bereiche identifizieren

Ampellogik

Viele Tools nutzen ein Ampelsystem:

  • Grün: Unkritisch, besser als Benchmark
  • Gelb: Aufmerksamkeit erforderlich, im Benchmark-Bereich
  • Rot: Kritisch, deutlich schlechter als Benchmark

Priorisierung

Nicht alles auf einmal angehen. Priorisieren Sie nach:

  • Schwere: Wie stark ist die Abweichung?
  • Betroffenheit: Wie viele Mitarbeiter betrifft es?
  • Machbarkeit: Was kann realistisch verändert werden?
  • Hebelwirkung: Was hat den größten positiven Effekt?

Ergebnisse vertiefen

Quantitative Befragungsergebnisse zeigen das „Was", aber nicht immer das „Warum". Zur Vertiefung:

Ergebnisworkshops

  • Ergebnisse mit betroffenen Teams besprechen
  • Hintergründe erfragen
  • Gemeinsam Ursachen analysieren
  • Maßnahmenideen sammeln

Fokusgruppen

  • Tiefgehende Gespräche mit ausgewählten Mitarbeitern
  • Qualitative Einblicke gewinnen
  • Hypothesen überprüfen

Führungskräfte-Gespräche

  • Ergebnisse mit Vorgesetzten besprechen
  • Kontextinformationen einbeziehen
  • Commitment für Maßnahmen gewinnen

Ergebnisse kommunizieren

Transparenz schaffen

  • Alle Mitarbeiter über Gesamtergebnisse informieren
  • Positive und kritische Bereiche benennen
  • Nächste Schritte ankündigen

Bereichsspezifische Rückmeldung

  • Führungskräfte erhalten Ergebnisse für ihren Bereich
  • Mindest-Gruppengröße für Anonymität beachten
  • Unterstützung bei der Interpretation anbieten

Fazit

Die Auswertung ist der Schlüssel zum Erfolg Ihrer GB Psych. Nehmen Sie sich Zeit, die Ergebnisse richtig zu interpretieren, und beziehen Sie Betroffene ein. SafeMind liefert Ihnen automatische Benchmarking-Vergleiche und Handlungsempfehlungen – so wird die Auswertung zum Kinderspiel.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich kritische Ergebnisse?

Vergleichen Sie Ihre Werte mit Benchmarks. Bereiche, die deutlich schlechter abschneiden oder bei denen mehr als 30% kritisch antworten, erfordern Aufmerksamkeit.

Welche Rücklaufquote brauche ich für aussagekräftige Ergebnisse?

Ab 50% sind die Ergebnisse brauchbar, ab 70% sehr gut. Bei kleinen Gruppen kann auch eine höhere Quote nötig sein.

Sollte ich Einzelergebnisse oder nur Gesamtergebnisse betrachten?

Beides ist wichtig. Gesamtergebnisse zeigen unternehmensweite Themen, bereichsspezifische Auswertungen ermöglichen gezielte Maßnahmen.

Glossar-Begriffe in diesem Artikel