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Kernthemen 11 min Lesezeit

Maßnahmen aus der GB Psych: 25 bewährte Beispiele

Konkrete Maßnahmenbeispiele für die psychische Gefährdungsbeurteilung: Von Quick Wins bis zu strategischen Initiativen nach dem TOP-Prinzip.

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Fachredaktion Arbeitsschutz

TL;DR – Das Wichtigste in Kürze

  • Maßnahmen sollten nach dem TOP-Prinzip priorisiert werden (Technisch > Organisatorisch > Personenbezogen)
  • Quick Wins schaffen schnell sichtbare Verbesserungen und erhöhen die Akzeptanz
  • Mitarbeiterbeteiligung bei der Maßnahmenentwicklung erhöht die Umsetzungschancen
  • Jede Maßnahme braucht klare Verantwortlichkeit, Termin und Erfolgskriterien
Beispiele für Maßnahmen aus der psychischen Gefährdungsbeurteilung

Das TOP-Prinzip für wirksame Maßnahmen

Bei der Entwicklung von Maßnahmen gilt das TOP-Prinzip: Technische und organisatorische Maßnahmen haben Vorrang vor personenbezogenen Maßnahmen.

Warum diese Reihenfolge?

  • Technische Maßnahmen setzen an der Quelle der Belastung an
  • Organisatorische Maßnahmen verändern Strukturen und Prozesse
  • Personenbezogene Maßnahmen helfen dem Einzelnen, mit verbleibenden Belastungen umzugehen

Schulungen allein reichen nicht aus – erst die Kombination aller Ebenen führt zu nachhaltigen Verbesserungen.

Technische Maßnahmen (T)

Arbeitsumgebung verbessern

  1. Lärmreduzierung: Schallschutzwände, leise Geräte, Akustikdecken
  2. Beleuchtung optimieren: Tageslichtlampen, individuelle Beleuchtung, Blendschutz
  3. Raumklima verbessern: Klimaanlage, Luftbefeuchter, Pflanzen
  4. Ergonomische Arbeitsplätze: Höhenverstellbare Tische, ergonomische Stühle, Monitorarme
  5. Ruhezonen einrichten: Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten

Arbeitsmittel verbessern

  1. Software-Updates: Schnellere, intuitivere Programme
  2. Doppelmonitore: Reduktion von Fensterwechseln
  3. Headsets: Freihändiges Telefonieren, bessere Konzentration
  4. Mobile Geräte: Flexibles Arbeiten ermöglichen

Organisatorische Maßnahmen (O)

Arbeitsorganisation optimieren

  1. Klare Zuständigkeiten: Organigramme aktualisieren, Verantwortlichkeiten definieren
  2. Prozesse optimieren: Doppelarbeit vermeiden, Abläufe vereinfachen
  3. Meeting-Kultur verbessern: Meetingfreie Zeiten, klare Agenden, Zeitbegrenzungen
  4. E-Mail-Regeln: Reaktionszeiten definieren, CC-Flut reduzieren
  5. Vertretungsregelungen: Klare Urlaubsvertretungen, Wissenstransfer

Arbeitszeit gestalten

  1. Flexible Arbeitszeiten: Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit
  2. Homeoffice-Optionen: Remote Work ermöglichen
  3. Pausenregelungen: Regelmäßige Pausen fördern, Pausenräume schaffen
  4. Schichtplanung optimieren: Ausreichend Erholungszeiten, Wunschschichten

Führung verbessern

  1. Regelmäßige Mitarbeitergespräche: Feedback-Kultur etablieren
  2. Entscheidungsspielräume erweitern: Mehr Autonomie gewähren
  3. Informationsfluss verbessern: Transparente Kommunikation, regelmäßige Updates

Personenbezogene Maßnahmen (P)

  1. Stressmanagement-Seminare: Techniken zur Stressbewältigung vermitteln
  2. Führungskräftetraining: Gesundes Führen schulen
  3. Coaching-Angebote: Individuelle Unterstützung für belastete Mitarbeiter
  4. EAP (Employee Assistance Program): Externe psychologische Beratung anbieten

Quick Wins: Schnell umsetzbare Maßnahmen

Diese Maßnahmen können Sie sofort umsetzen:

  • Meetingfreien Tag pro Woche einführen
  • Klare E-Mail-Richtlinien kommunizieren
  • Pausenraum einrichten oder aufwerten
  • Team-Events zur Verbesserung des Zusammenhalts
  • Lob und Anerkennung bewusst aussprechen

Erfolgreiche Maßnahmenumsetzung

Maßnahmenplan erstellen

Für jede Maßnahme dokumentieren:

  • Was: Konkrete Beschreibung der Maßnahme
  • Warum: Welches Problem wird adressiert?
  • Wer: Verantwortliche Person
  • Wann: Umsetzungstermin
  • Wie: Erforderliche Ressourcen und Schritte
  • Erfolg: Woran erkennen wir den Erfolg?

Mitarbeiter einbeziehen

Maßnahmen, die gemeinsam mit Betroffenen entwickelt wurden, haben deutlich höhere Erfolgschancen. Nutzen Sie Workshops zur Maßnahmenentwicklung.

Fazit

Die beste Gefährdungsbeurteilung nützt nichts ohne wirksame Maßnahmen. Setzen Sie auf eine Kombination aus technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen – und messen Sie deren Wirksamkeit. SafeMind hilft Ihnen dabei, Maßnahmen zu planen, zu verfolgen und ihre Wirkung zu überprüfen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Maßnahmen sind am wirksamsten?

Technische und organisatorische Maßnahmen sind in der Regel wirksamer als personenbezogene Maßnahmen, da sie an der Ursache der Belastung ansetzen.

Müssen alle identifizierten Probleme mit Maßnahmen adressiert werden?

Für alle als kritisch identifizierten Belastungen sollten Maßnahmen entwickelt werden. Bei der Priorisierung hilft das TOP-Prinzip.

Wie schnell müssen Maßnahmen umgesetzt werden?

Es gibt keine gesetzliche Frist, aber Maßnahmen sollten zeitnah umgesetzt werden. Quick Wins können sofort starten, komplexere Maßnahmen brauchen mehr Planung.

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