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GDA-Erprobungsjahr 2026 · mit Quellen

Behördliche Prüfung der psychischen Gefährdungsbeurteilung – Wer kontrolliert was 2026

Die psychische Gefährdungsbeurteilung (GB Psych) ist im behördlichen Aufsichtsbetrieb zum festen Prüfgegenstand geworden. Dieser Leitfaden zeigt belastbare Fakten: Wer prüft, was geprüft wird, welche Bußgelder drohen – und was übertriebenes Marketing ist.

5%

Verzehnfachung der Prüfwahrscheinlichkeit ab 2026 (Arbeitsschutzkontrollgesetz § 21 ArbSchG)

Ab dem 1. Januar 2026 verpflichtet Bundesrecht die Aufsichtsbehörden, jährlich mindestens 5 % aller Betriebe zu besichtigen (§ 21 Abs. 1a ArbSchG, eingefügt durch das Arbeitsschutzkontrollgesetz vom 22.12.2020). Die tatsächliche Quote der vergangenen Jahre lag bei rund 0,5–1 %. Hessen formuliert im Jahresbericht 2024 ausdrücklich: Die 5%-Quote sei "im Grundsatz mit Systembewertung" zu erfüllen – also inklusive Prüfung der GB Psych.

Auf einen Blick

  • Warum jetzt: 5%-Mindestbesichtigungsquote ab 2026 in Kraft – Verzehnfachung gegenüber der tatsächlichen Quote der letzten Jahre.
  • Wer: Staatliche Aufsicht (Gewerbeaufsichtsämter / Regierungspräsidien) plus Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften, Unfallkassen).
  • Treiber: GDA-Arbeitsprogramm Psyche – 3. GDA-Periode bis Ende 2026, 4. Periode ab 2027.
  • Was geprüft wird: Existenz, Vollständigkeit, Methode, Maßnahmenkreislauf. Bloßes Vorhandensein reicht nicht mehr.
  • Bußgelder: Bis 30.000 € nach § 25 ArbSchG – in der Regel erst nach erfolgloser Anordnung mit Frist nach § 22 ArbSchG.
  • Realität: 47,4 % der GDA-besichtigten Betriebe hatten 2013–2018 keine GB Psych. Die GDA-Befragung 2023/24 zeigt: Rund jeder zweite Betrieb hat sie weiter nicht.
  • Beleg: 147,3 Mio AU-Tage durch psychische Störungen 2024 (16,7 % aller AU-Tage). 42 % der vorzeitigen Renten psychisch bedingt (LIA NRW, SuGA 2024).

Zwei parallele Prüfsysteme

Staatliche Aufsicht

Gewerbeaufsichtsämter oder Regierungspräsidien – je nach Bundesland. Sie setzen ArbSchG, ArbStättV, ArbZG und einschlägige Landesvorschriften durch.

Zum Verzeichnis →

Unfallversicherungsträger

Berufsgenossenschaften (privatwirtschaftlich) und Unfallkassen (öffentlicher Dienst). Sie prüfen auf Basis von SGB VII und DGUV Vorschrift 1 – besonders nach Arbeitsunfällen.

Der Treiber: GDA-Arbeitsprogramm Psyche

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist das verbindliche Programm von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern. Das aktuelle Arbeitsprogramm Psyche macht die GB Psych zur Kernaufgabe – nicht nur als Pflicht zur Prüfung, sondern mit dem ausdrücklichen Auftrag, den Beratungs- und Überwachungsstandard weiterzuentwickeln.

Konkret: Aufseher prüfen heute nicht mehr nur, ob eine GB Psych vorliegt, sondern auch, ob sie methodisch sauber durchgeführt wurde. [1]

Wie wahrscheinlich ist eine Kontrolle 2026 – die Zahlen

5 %

Mindestbesichtigungsquote p.a. ab 2026 (§ 21 Abs. 1a ArbSchG, ArbSchKontrG)

47,4 %

der GDA-besichtigten Betriebe 2013–2018 hatten keine GB Psych (12.975 Inspektionen)

43 %

BW-Aufsicht erreicht nur 43 % der eigenen GDA-Psyche-Zielquote 2023 (Tübingen 24 %)

16,7 %

aller AU-Tage in NRW 2024 durch psychische Störungen (147,3 Mio Tage, SuGA NRW 2024)

Zusammen gelesen: Die rechtliche Prüfwahrscheinlichkeit verzehnfacht sich, während die Compliance in Betrieben sich kaum bewegt hat. Diese Lücke ist der eigentliche Grund, warum das GDA-Arbeitsprogramm Psyche Daueraufgabe bleibt.

Drei Bundesländer mit dokumentierter Praxis

Baden-Württemberg: Kompetenzstelle + nur 43 % der Eigenzielquote 2023 erfüllt

Beim Regierungspräsidium Stuttgart (Abt. 9, Ref. 96) berät eine eigene Kompetenzstelle Arbeitspsychologie die Aufsicht, schult Fachkräfte und bewertet GB Psych landesweit. Hotline: montags 7–11 Uhr, 0711 904-39666. [2]

RegierungsbezirkSollIstErfüllt
Karlsruhe1126558 %
Freiburg984849 %
Stuttgart1405640 %
Tübingen852024 %
BW gesamt43518943 %

Quelle: Jahresbericht der Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 2023, Tabelle 5 (3. GDA-Periode AP Psyche, Stand 31.12.2023). [4]

Systemkontrollen BW: 2.499 Ist vs. 13.016 Soll = 19 %, gegenüber Bundesdurchschnitt 44,7 %. Bei 2.499 geprüften Betrieben: 858 mit unzureichender GB, 383 ganz ohne GB (15,3 %); Kleinbetriebe 1–19 MA: 27,5 % ohne GB. [4]

Hessen: Fachzentrum am RP Gießen + Leitung der LASI-Projektgruppe Psychische Belastung 2020–2025

Die Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel führen die Aufsicht. Am RP Gießen sitzt das "Fachzentrum für systemischen Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung" (Autorin Claudia Flake) – das hessische Pendant zur BW-Kompetenzstelle. Hessen leitet die LASI-Projektgruppe Psychische Belastung 2020–2025; die hausinterne Fachgruppe Psychische Belastung (Ministerium + drei RPs + Fachzentrum) trifft sich zweimal pro Jahr. Jahresbericht 2024, Kapitel "Psychische Belastung bei der Arbeit" S. 98–102. [5]

Nordrhein-Westfalen: SuGA-Bericht 2024 mit Schwerpunkt psychische Gesundheit

Der Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SuGA) NRW 2024" wurde am 9. Januar 2026 vom LIA NRW veröffentlicht. Schlagzeilen: 810.399 meldepflichtige Arbeitsunfälle, 440 tödlich; 147,3 Mio AU-Tage durch psychische Störungen (16,7 % aller AU-Tage); 42 % der vorzeitigen Renten psychisch bedingt. Der statistische Jahresbericht ASV NRW 2024 ergänzt mit Aufsichtsdaten. [3] [6]

Zeitachse: Wie wir zur 5%-Quote gekommen sind

  1. 2008

    GDA gegründet von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern zur Koordination der Arbeitsschutzstrategie.

  2. 2013

    Psychische Belastung wird in § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG ausdrücklich Teil der GBU-Pflicht. Start GDA-Periode 2 mit erstem AP Psyche.

  3. 2018

    GDA-Abschlussbericht AP Psyche 2013–2018: 12.975 Inspektionen, 47,4 % der Betriebe ohne GB Psych. Bis heute die Referenz-Zahl.

  4. 22 Dec 2020

    Arbeitsschutzkontrollgesetz beschlossen. § 21 Abs. 1a ArbSchG eingefügt: mindestens 5 % aller Betriebe pro Jahr, in Kraft ab 1. Januar 2026.

  5. 2021

    Start 3. GDA-Periode (2021–2026) mit erneuertem AP Psyche – Auftrag: Beratungs- und Überwachungsstandard weiterentwickeln.

  6. 2024–2025

    GDA-Dachevaluation 2023/24 veröffentlicht: 68 % der Betriebe mit GBU überhaupt, 65 % davon mit psychischer Belastung. Rund die Hälfte weiter ohne GB Psych.

  7. 9 Jan 2026

    LIA NRW veröffentlicht SuGA 2024 mit Schwerpunkt psychische Gesundheit. Die 5%-Quote ist jetzt in Kraft.

  8. 2027

    Start 4. GDA-Periode unter dem Motto „Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen für alle".

Aufsichtsstruktur nach Bundesland

BundeslandAufsichts-TypFachstelle GB Psych
Baden-Württemberg4 RegierungspräsidienKompetenzstelle Arbeitspsychologie (RP Stuttgart, Ref. 96)
BayernRegierung von Oberbayern + 6 Gewerbeaufsichtsämterkeine separate benannte Stelle
BerlinLAGetSikeine separate benannte Stelle
Hessen3 RegierungspräsidienFachzentrum systemischer Arbeitsschutz (RP Gießen) + Leitung LASI-AG 2020–2025
NiedersachsenLandesamt (LAVES)keine separate benannte Stelle
Nordrhein-Westfalen5 Bezirksregierungen + LIA NRWLIA NRW (Landesinstitut, Forschung + Beratung)
SachsenLDS Sachsen / Gewerbeaufsichtkeine separate benannte Stelle
Weitere LänderLandesämter oder RPs (variiert)siehe Verzeichnis

Sie brauchen die zuständige Stelle für Ihren Standort? Zum Verzeichnis →

Zuständige Behörde nach Bundesland finden

Was ein Aufseher tatsächlich prüft

  1. 1. Existiert eine schriftliche GB Psych?

    Dokumentationspflicht nach § 6 ArbSchG. Mündliches "ja, machen wir" reicht nicht.

  2. 2. Sind alle Tätigkeitsbereiche und Beschäftigtengruppen abgedeckt?

    Eine Pauschal-GBU ohne Differenzierung gilt regelmäßig als nicht ausreichend.

  3. 3. Ist die Methode geeignet?

    Maßstab sind die GDA-Empfehlungen der BAuA. [8]

  4. 4. Sind Maßnahmen abgeleitet, umgesetzt und auf Wirksamkeit geprüft?

    Ohne Maßnahmenplan und Wirksamkeitskontrolle ist der Kreislauf nach § 3 ArbSchG nicht erfüllt.

Bußgelder: Rechtsrahmen vs. Realität

§ 25 Abs. 1 Nr. 2a ArbSchG sieht Bußgelder bis zu 30.000 € für fehlende oder unzureichende Gefährdungsbeurteilungen vor. In der Praxis ergeht jedoch zunächst eine Anordnung mit Frist nach § 22 ArbSchG. Erst wenn die Frist verstreicht, folgt das Bußgeld.

Konkrete Bußgeldfälle ausschließlich wegen fehlender GB Psych werden in keiner amtlichen Statistik einzeln ausgewiesen. Das Risiko ist also real, schlägt aber nicht als "Überraschungs-Bußgeld" zu – sondern dann, wenn eine Anordnung missachtet wird.

Bußgeldrahmen nach Bundesland im Detail →

Wie verbreitet ist die GB Psych wirklich?

Zwei sich ergänzende Erhebungen liefern das Bild. Der GDA-Abschlussbericht 2018, basierend auf tatsächlichen Vor-Ort-Inspektionen, zeigte: 47,4 % der besichtigten Betriebe hatten keine GB Psych. Die GDA-Dachevaluation 2023/24 (BAuA / DGUV, n=3.817 Betriebe, infas) beziffert die GBU-Quote insgesamt auf 68 % (gegenüber 52 % 2015), davon 65 % mit Berücksichtigung psychischer Belastung – das sind rund 44 % aller Betriebe. Ein Drittel der Betriebe führt nach wie vor keine Gefährdungsbeurteilung durch. [7] [9]

Qualität ist nicht egal: Von den GDA-besichtigten Betrieben mit GB erhielten nur 5,3 % die Bewertung „sehr gut" durch die Aufsicht, während 35 % „mangelhaft" oder „ungenügend" waren. Bei der Zweitrevision stieg der Anteil gut/sehr gut von 32,4 % auf 46,5 % – klarer Beleg, dass Aufsicht das Verhalten verändert.

Kernbefund: Rund jeder zweite Betrieb in Deutschland erfüllt die Pflicht nicht – obwohl § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG die Berücksichtigung psychischer Belastung seit 2013 vorschreibt. Genau diese Lücke soll die 5%-Quote ab 2026 schließen.

Warum die Behörden hier Druck machen: die Kostenlast

147,3 Mio

AU-Tage durch psychische Störungen 2024 (NRW)

16,7 %

aller AU-Tage 2024 durch psychische Störungen

42 %

aller vorzeitigen Renten psychisch bedingt

Quelle: LIA NRW – Pressemitteilung „SuGA-Bericht NRW 2024" vom 09.01.2026. [3]

Der volkswirtschaftliche Schaden durch psychisch bedingte Fehlzeiten übersteigt mittlerweile den gesamten Jahresumsatz der deutschen Bauindustrie. Genau deshalb behandelt die GDA das Thema nicht mehr als „weich" – sondern als Schwerpunkt.

Vorbereitungs-Checkliste

  • Schriftliche GB Psych vorhanden, idealerweise nicht älter als 12 Monate für aktive Geschäftsbereiche.
  • Alle Beschäftigtengruppen abgedeckt, differenziert nach Funktion oder Tätigkeitsbereich.
  • Alle sechs GDA-Gestaltungsbereiche (Arbeitsinhalt, Organisation, soziale Beziehungen, Umgebung, neue Arbeitsformen, individuelle Faktoren) berücksichtigt.
  • Maßnahmenplan mit konkreten Maßnahmen, Verantwortlichen und Fristen.
  • Dokumentierte Wirksamkeitsprüfung nach Umsetzung der Maßnahmen.
  • Dokumentation am Prüftag sofort vorlegbar – nicht in einem Cloud-Ordner irgendwo.

Häufig gestellte Fragen

Wer prüft die psychische Gefährdungsbeurteilung in Deutschland?

Zwei Systeme parallel: die staatliche Arbeitsschutzaufsicht (Gewerbeaufsichtsämter bzw. Regierungspräsidien, je nach Bundesland) und die Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften / Unfallkassen). Beide prüfen auf Basis der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).

Gibt es 2026 eine Sonderprüfaktion für die GB Psych?

Eine namentlich so bezeichnete Sonderaktion lässt sich auf den offiziellen Behörden-Seiten der Länder nicht primär belegen. Belegbar ist: Die GB Psych ist Daueraufgabe des GDA-Arbeitsprogramms Psyche – sie wird im regulären Aufsichtsbetrieb geprüft, nicht in einer einmaligen Kampagne.

Was schaut sich der Aufseher konkret an?

Vier Fragen: (1) Existiert eine schriftliche GB Psych? (2) Sind Tätigkeitsbereiche und Beschäftigtengruppen differenziert? (3) Ist die Methode geeignet (BAuA-/GDA-Maßstäbe)? (4) Sind Maßnahmen abgeleitet, umgesetzt und auf Wirksamkeit geprüft? Ohne Maßnahmenkreislauf ist § 3 ArbSchG nicht erfüllt.

Welche Bußgelder sind realistisch, wenn keine GB Psych vorliegt?

Bis zu 30.000 € nach § 25 Abs. 1 Nr. 2a ArbSchG. In der Praxis ergeht zunächst eine Anordnung mit Frist nach § 22 ArbSchG. Erst wenn die Frist verstreicht, folgt das Bußgeld. Konkrete Fälle ausschließlich wegen fehlender GB Psych werden in keiner amtlichen Statistik einzeln ausgewiesen.

Prüft auch der zuständige Unfallversicherungsträger?

Ja. Nach einem Arbeitsunfall mit möglichem psychischen Bezug kann die Berufsgenossenschaft bzw. Unfallkasse prüfen, ob der Arbeitgeber seiner GBU-Pflicht nachgekommen ist. Hat er das nicht, kann das Folgen für den Regress geleisteter Versicherungsleistungen haben.

Wie lange dauert es, eine GB Psych aufzustellen?

Mit einem digitalen Tool wie SafeMind kann die Befragung innerhalb eines Tages ausgerollt sein. Ordentliche Methodik, Beteiligung der Beschäftigten und Wirksamkeitsprüfung brauchen dann 4–8 Wochen – deutlich schneller als ein klassisches Beraterprojekt.

Quellen

  1. GDA-Arbeitsprogramm Psyche – 3. GDA-Periode 2021–2026, Träger Bund/Länder/Unfallversicherungsträger; KMU-Fokus <250 MA; 4. Periode ab 2027. Programm-Detailseite, gda-portal.de
  2. RP Stuttgart – Kompetenzstelle Arbeitspsychologie – Abt. 9, Ref. 96; Telefonsprechstunde Mo 7–11 Uhr, 0711 904-39666. rps.baden-wuerttemberg.de
  3. LIA NRW, Pressemitteilung „SuGA-Bericht NRW 2024" (09.01.2026) – 810.399 meldepflichtige Arbeitsunfälle, 147,3 Mio AU-Tage durch psychische Störungen (16,7 %), 42 % der vorzeitigen Renten psychisch bedingt. lia.nrw.de
  4. Jahresbericht der Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 2023 – Tabelle 5 (Soll/Ist je RB, 3. GDA-Periode AP Psyche, Stand 31.12.2023); BW-Systemkontrollen 19 % vs. Bund 44,7 %. PDF, wm.baden-wuerttemberg.de
  5. Hessischer Jahresbericht Arbeitsschutz und Produktsicherheit 2024 – Kapitel „Psychische Belastung bei der Arbeit" S. 98–102, Autorin Claudia Flake (Fachzentrum RP Gießen); LASI-Projektgruppe Psychische Belastung 2020–2025. PDF, arbeitswelt.hessen.de
  6. Statistischer Jahresbericht ASV NRW 2024 – Aufsichtsdaten NRW. PDF, arbeitsschutz.nrw.de
  7. GDA-Betriebs- und Beschäftigtenbefragung 2023/24 – durchgeführt von infas, n=3.817 Betriebe + 3.824 Beschäftigte (Sept 2023 – Juni 2024); GB allgemein 68 %, davon 65 % mit psychischer Belastung. GDA-Meldung 24.06.2025 · BMAS-Pressemitteilung
  8. BAuA / GDA – Empfehlungen "Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung" – 4. Auflage 2022, methodischer Maßstab der Aufsicht. PDF, gda-portal.de · baua.de
  9. GDA-Abschlussbericht Arbeitsprogramm Psyche 2013–2018 – 05.12.2018; 12.975 Inspektionen (S. 23 ff.), 47,4 % ohne GB Psych; Qualitätsbewertung sehr gut 5,3 %, mangelhaft 18,2 %, ungenügend 16,8 %. PDF Volltext, gda-portal.de
  10. Arbeitsschutzkontrollgesetz (22.12.2020) – BGBl. 2020 I S. 3334; Art. 1 Nr. 4 fügt § 21 Abs. 1a ArbSchG ein (5%-Quote ab 2026). BMAS – Gesetzeshub · § 21 ArbSchG · konsolidierter Text, buzer.de
  11. BMAS-Zwischenbericht zur Kontrolldichte / Mindestbesichtigungsquote – BMAS-Pressemeldung vom 09.01.2024. BMAS-Meldung · Haufe (Sekundär)
  12. Unfallkasse Hessen – Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung – Beratungs- und Schulungsangebote, flankierend zur hessischen Aufsicht; Ansprechpartnerin Dr. Lisa Ritzenhöfer. ukh.de – GBU psych. Belastung · PsyGesund
  13. ArbSchG – einschlägige Paragraphen: § 5 (Beurteilung, Abs. 3 Nr. 6 psychische Belastung) · § 6 (Dokumentation) · § 22 (Anordnungen) · § 25 (Bußgeld bis 30.000 €).

Was sich nicht primär belegen lässt

  • Namentliche „Sonderprüfaktionen" 2025/2026: keine zeitlich befristete, namentlich so benannte Aktion auf den offiziellen Behörden-Webseiten von BW, NRW oder Hessen. Die GB Psych ist Daueraufgabe der GDA, keine einmalige Kampagne.
  • Konkrete Bußgeldfälle ausschließlich wegen fehlender GB Psych: keine öffentliche OVG-/OWiG-Entscheidung gefunden über openjur.de, dejure.org oder rechtsprechung-im-internet.de. Der Rechtsrahmen (bis 30.000 €) ist eindeutig, veröffentlichte Rechtsprechung ausschließlich zur GB Psych ist aber nicht auffindbar.
  • Separate Tätigkeitsberichte der hessischen RPs: nicht öffentlich. Alle Hessen-Zahlen laufen in den konsolidierten Jahresbericht.

Marketing-Behauptungen, die diese Punkte als Fakt darstellen, sind mit Vorsicht zu genießen. Der Druck auf Betriebe 2026 ist real – kommt aber aus der 5%-Quote und dem GDA-Auftrag, nicht aus erfundenen „Sonderaktionen".

Bereit sein, bevor der Aufseher klingelt

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