Die Rolle der Führungskraft bei der GB Psych
Als Führungskraft spielen Sie eine entscheidende Rolle bei der psychischen Gefährdungsbeurteilung. Sie sind:
- Mitverantwortlich für die Arbeitsbedingungen in Ihrem Team
- Multiplikator für die Kommunikation mit Mitarbeitern
- Schlüsselperson bei der Umsetzung von Maßnahmen
- Vorbild für einen gesunden Umgang mit Belastungen
Rechtliche Verantwortung
Die Gesamtverantwortung für den Arbeitsschutz liegt beim Arbeitgeber. Dieser kann jedoch Pflichten auf Führungskräfte delegieren (§ 13 ArbSchG).
Was das für Sie bedeutet
- Sie können zur Durchführung von Arbeitsschutzmaßnahmen verpflichtet werden
- Bei Verletzung dieser Pflichten droht persönliche Haftung
- Die Delegation muss schriftlich erfolgen und klar definiert sein
Ihre konkreten Pflichten
- Mitwirkung bei der Gefährdungsbeurteilung für Ihren Bereich
- Umsetzung von Maßnahmen in Ihrem Verantwortungsbereich
- Information und Unterweisung Ihrer Mitarbeiter
- Meldung von Gefährdungen an vorgesetzte Stellen
Ihr Einfluss auf psychische Belastungen
Studien zeigen: Das Führungsverhalten ist einer der wichtigsten Faktoren für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.
Positive Einflussfaktoren
- Wertschätzung und Anerkennung zeigen
- Klare Erwartungen kommunizieren
- Handlungsspielräume gewähren
- Feedback geben und annehmen
- Unterstützung bei Problemen bieten
- Transparente Kommunikation pflegen
Risikofaktoren
- Autoritärer oder inkonsistenter Führungsstil
- Mangelnde Kommunikation
- Keine Anerkennung von Leistungen
- Unrealistische Erwartungen
- Fehlende Unterstützung bei Konflikten
Ihre Aufgaben im GB-Psych-Prozess
1. Vorbereitung
- Ihr Team über die bevorstehende Befragung informieren
- Sinn und Zweck erklären
- Zur Teilnahme ermutigen
- Anonymität zusichern
2. Durchführung
- Zeit für die Befragung einräumen
- Keinen Druck ausüben
- Selbst nicht an der Befragung für Ihr Team teilnehmen (Anonymität!)
3. Ergebnisbesprechung
- Ergebnisse offen kommunizieren
- Keine Schuldzuweisungen
- Gemeinsam Ursachen analysieren
4. Maßnahmenentwicklung
- Mitarbeiter einbeziehen
- Realistische Maßnahmen entwickeln
- Eigenes Führungsverhalten reflektieren
5. Umsetzung
- Maßnahmen konsequent umsetzen
- Fortschritte kommunizieren
- Bei Problemen nachsteuern
Gesundes Führen lernen
Gesundes Führen ist erlernbar. Folgende Maßnahmen helfen:
Schulungen
- Führungskräftetrainings zu gesunder Führung
- Seminare zu Stressmanagement
- Workshops zu Kommunikation und Konfliktlösung
Coaching
- Individuelles Führungskräfte-Coaching
- Reflexion des eigenen Führungsverhaltens
- Entwicklung persönlicher Strategien
Selbstfürsorge
Nur wer selbst gesund ist, kann gesund führen:
- Eigene Belastungsgrenzen kennen
- Work-Life-Balance vorleben
- Unterstützung annehmen
Fazit
Als Führungskraft haben Sie erheblichen Einfluss auf die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Nutzen Sie die GB Psych als Chance, Ihr Team noch besser zu unterstützen. SafeMind liefert Ihnen die Daten und Handlungsempfehlungen, die Sie dafür brauchen.



