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Psychische Erkrankungen

Burnout-Syndrom

Burnout ist ein ICD-11-anerkanntes Syndrom aus Erschöpfung, Zynismus und Leistungsabfall durch anhaltende Überlastung im Beruf ohne ausreichende Erholung.

Das Burnout-Syndrom ist ein Zustand chronischer Erschöpfung, der durch langanhaltende berufliche Überlastung entsteht. Seit 2022 ist Burnout als Syndrom in der ICD-11 anerkannt (QD85).

Die drei Dimensionen des Burnout

Nach Maslach und Jackson umfasst Burnout:

  1. Emotionale Erschöpfung

    • Gefühl des Ausgebrannt-Seins
    • Energiemangel
    • Überforderungserleben
  2. Depersonalisation/Zynismus

    • Distanzierung von Arbeit und Kollegen
    • Negative Einstellung zur Arbeit
    • Zynisches Verhalten
  3. Reduzierte Leistungsfähigkeit

    • Ineffektivitätserleben
    • Kompetenzabfall
    • Erfolglosigkeitsgefühle

Warnsignale

Frühe Anzeichen:

  • Dauermüdigkeit
  • Schlafprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Häufige Erkrankungen

Fortgeschrittene Symptome:

  • Emotionale Taubheit
  • Sozialer Rückzug
  • Körperliche Beschwerden
  • Depressive Verstimmungen

Risikofaktoren am Arbeitsplatz

  • Hohe Arbeitsbelastung ohne Erholung
  • Mangelnde Wertschätzung
  • Fehlende Kontrolle über die Arbeit
  • Unklare Erwartungen
  • Wertekonflikte

Prävention durch Gefährdungsbeurteilung

Die psychische Gefährdungsbeurteilung identifiziert Burnout-Risikofaktoren frühzeitig:

  • Überlastungsbereiche erkennen
  • Ressourcen stärken
  • Präventionsmaßnahmen entwickeln

SafeMind hilft, Burnout-Risiken systematisch zu erfassen und zu reduzieren.

Zahlen & Fakten

Burnout verursacht besonders lange Ausfälle: Nach dem AOK Fehlzeiten-Report 2024 entfielen 2024 rund 184 AU-Tage je 100 erwerbstätige Mitglieder auf Burnout-Diagnosen (ICD-10 Z73), fast doppelt so viele wie 2014 (~100). Eine einzelne Krankschreibung dauert im Schnitt rund 28 bis 40 Tage; ein schwerer Verlauf kann jedoch mehrere Monate, bis zu rund einem halben Jahr (etwa 184 Tage), dauern.

Verwandte Suchbegriffe

BurnoutBurnout-SyndromErschöpfungberufliche Überlastungemotionale Erschöpfung

Häufig gestellte Fragen

Was ist Burnout?

Burnout ist ein Zustand chronischer Erschöpfung durch langanhaltende berufliche Überlastung. Es umfasst emotionale Erschöpfung, Zynismus und reduzierte Leistungsfähigkeit.

Ist Burnout eine anerkannte Krankheit?

Seit 2022 ist Burnout in der ICD-11 als Syndrom (QD85) im Zusammenhang mit Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit anerkannt, jedoch nicht als eigenständige Krankheit.

Wie kann man Burnout vorbeugen?

Prävention umfasst: Work-Life-Balance, regelmäßige Erholung, realistische Arbeitsbelastung, soziale Unterstützung und die frühzeitige Identifikation von Risikofaktoren durch Gefährdungsbeurteilung.

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