Die ISO 45003:2021 ist die erste internationale Norm speziell für psychische Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Sie gibt Leitlinien für das Management psychosozialer Risiken und ergänzt das Arbeitsschutz-Managementsystem nach ISO 45001.
Was ISO 45003 regelt
Die Norm hilft Arbeitgebern,
- psychosoziale Gefährdungen systematisch zu erkennen (aus Arbeitsorganisation, sozialen Faktoren sowie Arbeitsumgebung, -mitteln und -aufgaben),
- diese Risiken zu bewerten und zu steuern,
- und das Wohlbefinden der Beschäftigten zu fördern.
Sie ist ein Leitfaden (Guidance) und für sich allein nicht zertifizierbar, sondern erweitert das zertifizierbare Managementsystem nach ISO 45001.
Verhältnis zum deutschen Recht
In Deutschland ist die psychische Gefährdungsbeurteilung über §5 ArbSchG und die GDA-Leitlinie geregelt; ISO 45003 ist hierzulande nicht gesetzlich verpflichtend. Sie liefert aber einen international anerkannten Rahmen, der die gesetzliche GB Psych sinnvoll ergänzt, besonders für Unternehmen mit mehreren Standorten oder internationaler Aufstellung oder für solche, die einen Managementsystem-Ansatz verfolgen.
Bezug zur psychischen Gefährdungsbeurteilung
Die psychosozialen Faktoren, die ISO 45003 benennt, decken sich weitgehend mit den sechs GDA-Gestaltungsbereichen. Eine GDA-konforme Befragung erfasst damit zugleich die von ISO 45003 adressierten Risiken.
SafeMind bildet die psychische Gefährdungsbeurteilung GDA-konform ab und deckt die psychosozialen Belastungsfaktoren im Sinne der ISO 45003 mit ab.