Psychische Belastung in Handel und Gastronomie
Gastgewerbe: 53 % arbeiten unter starkem Termin- oder Leistungsdruck.
Der BAuA-Stressreport Deutschland 2019 weist Belastungen nach Wirtschaftszweigen aus, Datenbasis ist die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Im Gastgewerbe berichten 69 % der Beschäftigten, verschiedenartige Arbeiten gleichzeitig zu betreuen, 64 % ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge, 62 % sehr schnell arbeiten zu müssen und 53 % starken Termin- oder Leistungsdruck. Im Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen liegen dieselben Werte bei 59 %, 60 %, 42 % und 44 %. Branchenspezifische GB-Psych-Quoten weist keine GDA-Quelle aus, und die GDA steuert ihre Betriebsbesichtigungen über Themen und Betriebsgröße, nicht über Wirtschaftszweige.
Beschäftigte im Gastgewerbe mit starkem Termin- oder Leistungsdruck (BAuA Stressreport Deutschland 2019, Datenbasis 2018)
Gastgewerbe: verschiedenartige Arbeiten gleichzeitig
BAuA Stressreport 2019, Datenbasis 2018
Gastgewerbe: wiederkehrende Arbeitsvorgänge
ebd.
Gastgewerbe: sehr schnell arbeiten müssen
ebd.
Gastgewerbe: starker Termin-/Leistungsdruck
Handel: 44 %
Was der Stressreport für diese Wirtschaftszweige ausweist
Der BAuA-Stressreport Deutschland 2019 weist psychische Anforderungen nach Wirtschaftszweigen aus. Datenbasis ist die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018, ein neuerer Stressreport existiert nicht. Im Gastgewerbe berichten 69 % der Beschäftigten, verschiedenartige Arbeiten gleichzeitig zu betreuen, 64 % ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge, 62 % sehr schnell arbeiten zu müssen und 53 % starken Termin- oder Leistungsdruck. Im Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen liegen dieselben Merkmale bei 59 %, 60 %, 42 % und 44 %.
Was zur GB Psych in diesen Branchen belegt ist
Für Handel und Gastronomie liegen keine branchenspezifisch ausgewiesenen GB-Psych-Quoten vor. Weder der GDA-Abschlussbericht Psyche noch die GDA-Betriebsbefragung 2023/24 weisen die Quote nach Wirtschaftszweig aus. Auch die Annahme, Einzelhandel und Gastgewerbe seien ab 2026 Prüfschwerpunkte der GDA-Aufsicht, ist nicht belegt: Die GDA steuert über Themen (Muskel-Skelett-Belastungen, psychische Belastungen, krebserzeugende Gefahrstoffe) und über die Betriebsgröße, das Arbeitsprogramm Psyche nennt Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten.
Quellen
- 1
Stressreport Deutschland 2019, Tabelle 24: Anforderungen nach Wirtschaftszweigen
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), 2020
Datenbasis: BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Aktuellste Ausgabe des Stressreports, ein neuerer Bericht existiert nicht. Achtung bei Tabelle 44: der dort ausgewiesene Handlungsspielraum ist eine Ressource, kein Belastungswert.
Quelle öffnen Abgerufen: 2026-08-24 - 2
GDA-Arbeitsprogramm Psyche, 3. GDA-Periode
Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie, 2025
Wörtlich: Im Fokus stehen dabei Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten. Eine Steuerung nach Wirtschaftszweigen nennt das Arbeitsprogramm nicht.
Quelle öffnen Abgerufen: 2026-08-24
Wir verwenden Originalquellen deeplinkfähig. Diagramme zeichnen wir aus den Daten neu, keine 1:1-Übernahmen. Bei Statista-Daten wird die zugrundeliegende Primärquelle (z. B. WIdO, AOK) explizit benannt.
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