Ein Online-Tool für die psychische Gefährdungsbeurteilung ersetzt Papierfragebogen und Excel-Auswertung. Die kostenlosen Tools der Berufsgenossenschaften decken die Erhebung ab. Spezialisierte Software übernimmt zusätzlich Anonymisierung, Auswertung je Bereich, Bericht und Maßnahmen. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viel Auswertungsarbeit Ihr Betrieb selbst leisten kann.
Fragebogen bereitstellen, Erhebung online durchführen, teils Dokumentationshilfen
Anonymität über Mindestgruppengrößen technisch erzwingen, Ergebnisse je Team oder Standort vergleichen, Maßnahmen verfolgen, Wellen vergleichen
Passt für: Mitgliedsbetriebe der jeweiligen Berufsgenossenschaft mit eigener Auswertungskapazität
Beliebige Fragen stellen, Antworten sammeln
Rechtssichere Anonymisierung, Auswertung nach GDA-Merkmalsbereichen, prüffähige Dokumentation ohne erheblichen Handaufwand
Passt für: Kleinstbetriebe mit einem einzigen Tätigkeitsbereich
Fragebogen entlang der GDA-Merkmalsbereiche, anonyme Erhebung ohne persönlichen Zugang, Ergebnisse erst ab fünf Antworten je Einheit, Auswertung nach Team, Abteilung, Standort und Tätigkeit, Wellenvergleich, Bericht als PDF, Maßnahmenbereich, Rollen für HR, Führungskräfte und Auswertende
Workshops und Begleitung vor Ort (optional über SiFa-Partner)
Passt für: Betriebe ab 10 Beschäftigten, die in wenigen Wochen eine prüffähige Dokumentation brauchen
Prüfen Sie jedes Tool gegen diese zehn Punkte, bevor die erste Befragung startet. Ein Wechsel nach der ersten Welle kostet den Vergleich mit den Vorwerten.
Die Aufsichtsbehörde prüft die Abdeckung aller sechs Gestaltungsbereiche: Arbeitsinhalt, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, soziale Beziehungen, Arbeitsmittel und Arbeitsumgebung.
Kein persönlicher Login, kein personalisierter Link, Ergebnisse erst ab einer Mindestzahl von Antworten je Gruppe.
Ein Gesamtwert für den Betrieb reicht nicht. Maßnahmen entstehen dort, wo ein Team oder ein Standort auffällt.
Wer sieht, welche Bereiche noch nicht geantwortet haben, kann gezielt nachfassen und erreicht höhere Beteiligung.
Offene Kommentare liefern die Erklärung für auffällige Werte und konkrete Ansatzpunkte für Maßnahmen.
Die Dokumentation muss ohne Nacharbeit an Aufsicht, Betriebsrat und Geschäftsführung gehen können.
Maßnahmen, Verantwortliche und Termine gehören zur Gefährdungsbeurteilung dazu, nicht in eine separate Liste.
Die Wirksamkeitskontrolle verlangt, dass die nächste Welle mit der vorigen verglichen werden kann.
Produktion, Pflege und Handwerk antworten am Smartphone oder per QR-Code, nicht am Schreibtisch.
Auftragsverarbeitungsvertrag, Subprozessorenliste und technische Maßnahmen müssen vorliegen, bevor die erste Antwort eingeht.
Standorte, Abteilungen und Tätigkeiten so festlegen, dass jede Auswertungseinheit mindestens fünf Personen umfasst.
Fragebogen freigeben, Zugang per Link oder QR-Code verteilen, Betriebsrat und Führungskräfte informieren.
Beteiligung je Bereich beobachten und in Bereichen mit niedrigem Rücklauf nachfassen.
Ergebnisse je Merkmalsbereich und Einheit prüfen, auffällige Bereiche markieren, Freitexte lesen.
Maßnahmen mit Verantwortlichen und Terminen festhalten, Bericht ablegen, Wiederholung planen.
Den vollständigen GDA-Prozess mit allen sieben Schritten beschreiben wir auf der Seite Ablauf der psychischen Gefährdungsbeurteilung.
Ja. Mehrere Berufsgenossenschaften bieten ihren Mitgliedsbetrieben kostenlose Online-Fragebögen an, etwa die VBG mit ihrem Online-Tool oder die BGW mit dem Online-Fragebogen zur psychischen Belastung. Sie decken die Erhebung ab. Anonymisierung nach Gruppengröße, Auswertung je Bereich, Maßnahmenverfolgung und Wellenvergleich muss der Betrieb selbst organisieren.
Nein. Der Fragebogen ist die Ermittlung. Die Gefährdungsbeurteilung ist erst vollständig, wenn die Ergebnisse beurteilt, Maßnahmen festgelegt, umgesetzt, auf Wirksamkeit geprüft und dokumentiert sind. Ein gutes Tool bildet diese Schritte ab, statt nur Antworten zu sammeln.
Für die Anonymität gilt in der Praxis eine Mindestgruppengröße von fünf Antworten je Auswertungseinheit. SafeMind erzwingt diese Schwelle technisch: Gruppen mit weniger Antworten werden nicht einzeln ausgewiesen. Für den Gesamtbetrieb gibt es keine Mindestzahl, aber je höher der Rücklauf, desto belastbarer die Ergebnisse.
Mit einer spezialisierten Software liegt der Zeitraum von der Einrichtung bis zum Bericht bei ein bis zwei Wochen Befragungszeitraum plus wenigen Tagen für Vorbereitung und Auswertung. Beratungsprojekte mit Workshops dauern in der Regel mehrere Monate.
SafeMind kostet ab 699 € einmalig je Befragungswelle, gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten. Es entstehen keine laufenden Lizenzkosten; eine Wiederholung wird als neue Welle abgerechnet. Die Preisstaffel und den Vergleich mit Beratung finden Sie auf der Kostenseite.
Kostenlos registrieren, Bereiche anlegen und den Fragebogen ansehen. Ab 699 € einmalig je Befragungswelle.
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